HEINO JAEGER - LOOK BEFORE YOU KUCK


Regie: Gerd Kroske

Wer war Heino Jaeger? Kaum einer kennt den Maler, Satiriker und früher Radiokultstar („Fragen Sie Dr. Jaeger“), der 1997 mit 59 Jahren in psychiatrischer Behandlung starb. Mittelpunkt der Hamburger Anti-68er. Vorbild für Olli Dittrichs „Dittsche“. Aber auch: Der wohl unbekannteste unter den großen deutschen Komikern. „Wir haben ihn wohl nicht verdient” (Loriot).

Jaeger litt an Kriegserfahrungen und am Bedürfnis der Deutschen, die Nazizeit zu vergessen. Er dagegen katalogisierte und hielt fest, schlüpfte in Rollen und verschwand darin. Zeitlebens rätselhaft auch für diejenigen, die ihn lange Zeit begleitet haben. Gerd Kroske entwirft in seinem letzten Teil der „Hamburg-Triologie“ ein Künstlerporträt um eine faszinierende Leerstelle herum.

Ausgezeichnet mit der Goldenen Taube beim DOK Leipzig Festival 2012. Aus der Jurybegründung:
„Der Film wagt das Portrait eines Abwesenden, der eigentlich keine Filmfigur ist und der in einem Hauptsatz nicht charakterisiert werden kann. Die Erzählung glückt durch die nüchterne, ausdauernde Konsequenz, mit der die schillernde Vielstimmigkeit dieses Abwesenden, der einem wie ein Medium der Traumata des deutschen 20. Jahrhunderts erscheinen muss, in eine komplexe, multimediale Filmsprache überführt. So hilft ausgerechnet die Kunst, die hier fast alle ästhetischen Disziplinen klug kompiliert und nebenher eine Hommage an das Kino der Bänder und Spulen am Beginn des digitalen Zeitalters formuliert, einen Künstler im Grenzgebiet des Wahns zu beschreiben – und den Zuschauer durch dessen Augen das Sehen zu lehren.“


Extras: Kurzfilm HEINO JAEGER, EIN MALER DES DRITTEN REICHS von Helmut Förnbacher, Booklet, zusätzliche Szenen, Kinotrailer   Jahr: 2012   FSK: 12   Land: Deutschland   Untertitel: englisch   Sprache: deutsch   Länge: 120 min   Sound: Dolby Stereo 5.1 und 2.0   Formate: 16:9  

   DVD  € 19,90  
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